33. Stuttgarter Filmwinter — Festival for Expanded Media

Miranda Pennell - Retrospektive Teil 1: Choreographies, Bodies, Memories
In Persona
tri-bühne, Cinema

Eberhardstraße 61A
Kulturareal „Unterm Turm“
70173 Stuttgart

U-/ S-Bahn / Bus: Stadtmitte / Rotebühlplatz / Wilhelmsbau

tri-bühne, Cinema

Eberhardstraße 61A
Kulturareal „Unterm Turm“
70173 Stuttgart

U-/ S-Bahn / Bus: Stadtmitte / Rotebühlplatz / Wilhelmsbau

You Made Me Love You


2005, Farbe, Digital, 3:36 Min.

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Zweiundzwanzig Tänzer spielen mit einer unberechenbaren Kamera ein Katz-und-Maus-Spiel. Der Zuschauer ist desorientiert und wird vom Blick der Tänzer, die den Bildrand bevölkern, fixiert.

Human Radio

2002, S/W, Digital, 9:00 Min.

Im Sommer 2001 tanzen Menschen in privaten Momenten der Verlassenheit durch London. Der Film ist das Resultat der Zusammenarbeit zwischen der Regisseurin und den zehn Leuten, die sich als erstes auf ihre Anzeige in einer Lokalzeitung auf der Suche nach „Wohnzimmertänzern“ – Menschen, die am liebsten hinter verschlossenen Türen tanzen – gemeldet hatten.

Magnetic North

2003, Farbe, Digital, 8:29 Min.

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Jugendrituale vor dem Hintergrund einer Winterlandschaft in einer finnischen Kleinstadt. Eine Teenagerin beim Eislaufen auf einem gefrorenen See und ein Teenager, der mit seiner Gitarre in seinem Zimmer posiert. Der Film ruft eine Welt voller jugendlicher Fantasie und Sehnsüchte wach.

Tattoo

2001, Farbe, Digital, 9:00 Min.

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Flora und Fauna sehen dabei zu, wie ein verlorenes Regiment von Soldaten mit seinen repetitiven Aktionen in die Landschaft eindringt. Das Ritual des militärischen Drills ist mal absurd, mal grausam. Die Soldaten der Licht-Division agieren in einer Choreografie, die perfektioniert und ästhetisiert wurde, um einen Zweck zu erfüllen: effektiv zu sein. Sprich, die doppelte Funktion, viele Körper in einen einzigen zu verwandeln, und die Zaungäste mit ihrer „verblüffenden“ Einheit in den Bann zu ziehen.

Fisticuffs

2004, Farbe, Digital, 11:00 Min.

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Sechs Schauspieler boxen, treten und rangeln sich ihren Weg durch den Wilden Westen einer Bar im Osten Londons. Das Ritual der Kneipenschlägerei aus einem Western wurde hier in einen Arbeiterclub in London versetzt. Gewalt scheint dabei keine Konsequenzen zu haben, denn die Körper der Schauspieler sind genauso gummiartig und unverletzlich, wie die aus den TV-Western bekannten, die den Film inspirierten.

Why Colonel Bunny Was Killed

2010, S/W, Digital, 28:00 Min.

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Angestoßen durch die Memoiren eines medizinischen Missionars im Grenzland von Afghanistan, bearbeitet Why Colonel Bunny Was Killed Archivfotografien und das koloniale Leben im afghanischen Grenzgebiet während der letzten Jahrtausendwende. Indem er nach Hinweisen auf die Realität hinter den Bildern sucht, die in einer Zeit der anti-kolonialen Aufstände gemacht wurden, spielt der Film den Ton gegen die Bilder aus und zeigt dabei eine verblüffende Kontinuität in der westlichen Darstellung von fernen Orten und fremden Menschen auf.