34. Stuttgarter Filmwinter — Festival for Expanded Media

Jury & Preise Medien im Raum & Network Culture

Jury & Preise Medien im Raum & Network Culture

Neben der klassischen Präsentation von Film- und Videoarbeiten wurden beim Stuttgarter Filmwinter 1996 erstmals die neuen Medien einbezogen und künstlerische Werke auf CD-ROM und im Internet präsentiert. Für die Auswahl der Werke in den internationalen Wettbewerben Medien im Raum und Network Culture ist eine unabhängige Kommission verantwortlich.
Die Kommission besteht aus ehrenamtlich tätigen Wand-5-Mitgliedern sowie Künstler*innen und Kenner*innen der Medienkunst. In der Expanded Media Ausstellung werden gesellschaftsreflektierende Positionen, Performances, Installationen, performative Videos, interaktive Web- und Social-Web-Projekte sowie raffinierte Transformationen des
Internets gezeigt. Die Preise werden von der Jury, bestehend aus Ursula Drees, Helen Varley Jamieson und Robert Seidel vergeben.

Expanded Media Preis für Medien im Raum
Preis der Jury für Medien im Raum (Installationen) in Höhe von 750 Euro.

Expanded Media Preis für Network Culture
Preis der Jury für Network Culture (Netzwerkaktivitäten, Netzkunst, Interventionen im öffentlichen und virtuellen Raum) in Höhe von 750 Euro.

Ursula Drees

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http://www.eventmedia-produktion.de
http://plusinsight.de

Seit 2008 Professorin für Mediengestaltung mit Schwerpunkt Event Media an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Event Media steht für architektonische, interaktive, mediale Erlebnisräume oder Umgebungen. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich: „Storytelling im Erlebnisraum“, „Interaktion und Spiel im Erlebnisraum“. In dem Blog “plusinsight.
de“ schreibt sie zu Themen aus dem Bereich Event Media, inszenierten interaktiven Räumen und Architektur, zu Bildmedien, Installationen und digitalen Objekten. Sie setzt sich für die Berufung von weiblichen Professorinnen an Hochschulen ein, ist Programmbeirat bei der Konferenz „Raumwelten“ und arbeitet als Jurymitglied für Wettbewerbe aus dem Bereich der „Kommunikation im Raum“ oder „interaktive Rauminstallationen“. Nach dem Abschluss als Meisterschülerin bei Joachim Sauter und VALIE EXPORT und Diplom Designerin im Fach Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Neue Medien an der Universität der Künste in Berlin arbeitete Ursula Drees in Firmen wie Pixelpark AG, Berlin, Unified Field, Inc. New York, der artemedia AG und den Filmstudios Babelsberg, bevor sie im Juli 2001 die kreative Kunst-Multimedia-Agentur plusinsight gründete. Sie hat zahlreiche internationale Preise gewonnen.

Helen Varley Jamieson

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Helen Varley Jamieson ist Autorin, Theatermacherin und arbeitet im Bereich der Digitalen Kunst. Sie stammt aus Neuseeland und lebt in München. Ihren Master of Arts Abschluss für Forschung machte sie am QUT Australien im Jahr 2008, sie forscht zum Thema Cyberformance (Live Performance im Internet) und arbeitet als freie Künstlerin. Helen ist ein Gründungsmitglied von UpStage, einer von Künstlern geführten Open- Source-Plattform für Cyberformance und hat sieben Online-Festivals mit Cyberformances bei UpStage co-kuratiert.
Weiterhin gehört sie zu den Organisatoren des CyPosium (2012) und ist zusammen mit Annie Abrahams Herausgeberin von „CyPosium – the book“ (veröffentlicht 2014 bei Link Editions). Zu ihren aktuellen Projekten gehören: „We Have a Situation“ (seit 2013) – eine Reihe von Netzwerk- Performances und Konversationen; „Tales from the Towpath“ (2014) – ein interaktiver digitaler Erzählpfad; und „make-shift“ (2010–2012) – eine Netzwerk-Performance. Helen ist aktives Mitglied in Open-Source- und feministischen Netzwerken und ist seit 1999 die „Web
Queen“ für das Magdalena Projekt.

Robert Seidel

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http://www.robertseidel.com/

Robert Seidel (*1977) begann ein Biologie- Studium, um mit einem Diplom in Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar abzuschließen. Seine Projektionen, Installationen und Experimentalfilme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals, in Galerien und in Museen wie dem Palais des Beaux-Arts Lille, ZKM Karlsruhe, Young Projects Los Angeles, Museum of Image and Sound Sao Paulo und MOCA Taipeh gezeigt. Die Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, etwa dem Ehrenpreis der KunstFilmBiennale und dem Visual Music
Award Frankfurt. Seidel ist an der Grenzerweiterung von abstrahierter Schönheit durch visuelle und wissenschaftliche Techniken und der daraus resultierenden emotionalen Wirkung interessiert. Im organischen Zusammenspiel verschiedener struktureller, räumlicher und zeitlicher Konzepte erzeugt er eine sich ständig transformierende Komplexität. Deren
mehrfach facettierte Perspektive bildet das narrative Grundgerüst, welches den Betrachter auf einer phylogenetisch verankerten symbolischen Ebene anspricht. Seidel lebt und arbeitet in Berlin und Jena als Künstler sowie Kurator.