Gestaltende Elektronik in den Künsten
Praxisvortrag: Georg Werner (dt.)

Seit Jahrhunderten benutzt das Theater technische Mittel, die Illusionen und Situationen herstellen, um ein Eintauchen der Zuschauer in die Erzählung zu unterstützen bzw. das Erleben zu vertiefen – ein Prozess, der heutzutage im Zeitalter von Virtual und Augmented Reality gerne Immersion genannt wird.

Diese Mittel ermöglichen gänzlich neue performative Formate wie z.B. Rimini Protokolls „Situation Rooms“, das eher einer begehbaren interaktiven Installation ähnelt. Oder wie in Interrobangs „To Like Or Not To Like“, bei dem die Zuschauer Teil einer Maschine werden. In Turbo Pascals „Algorithmen“ entstehen gar ganze Passagen des Stücks algorithmisch. Und auch in die anderen Künste halten (teilweise interaktive) algorithmische Methoden und elektronische Verfahren Einzug, die neue und andere Darstellungsformen bzw. Erzählweisen ermöglichen. Als Beispiel sei hier die Generative Kunst genannt, in der Maschinen nach Algorithmen Kunstwerke erstellen.

Der Vortrag wird anhand von Beispielen aus der künstlerischen Praxis einen Abriss über verwendete Strategien und Techniken geben. Dabei werden performative Formate als Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise an die Schnittstelle von Algorithmen und Elektronik sowie den zeitgenössischen Künsten genutzt.

Kunstbezirk

Leonhardsplatz 28, 70182 Stuttgart

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