The Cat and the Canary
Spuk im Schloß

USA 1927, S/W, 82:00 Min.
Regie: Paul Leni
DarstellerInnen: Laura La Plante,
Creighton Hale, Forest Standley u.a.
Live-Vertonung Oliver Prechtl

Spukt es im Schloss? In seinem Testament hat der alte Exzentriker Cyrus West festgelegt, dass sein großes Vermögen erst 20 Jahre nach seinem Tod an die Verwandtschaft verteilt werden darf. Kaum ist der Tag gekommen, treffen die erwartungsvollen Erben in seinem Haus ein, doch zu ihrer großen Enttäuschung hat West seinen ganzen Reichtum der jungen Annabelle West vermacht – es sei denn, ihr könne nachgewiesen werden, sie sei verrückt. Schon geschehen die merkwürdigsten Begebenheiten auf Wests Anwesen, die selbst das stärkste Gemüt aus der Fassung bringen könnten. Als der Notar der Familie, Mr. Crosby, plötzlich mitten in der Bibliothek des Hauses verschwindet, ist dies nur der Anfang einer ganzen Reihe schauriger Ereignisse.

Der in Baden-Württemberg geborene Regisseur Paul Leni (1885–1929) ging nach einer Ausbildung als Kunstschlosser an die Akademie der Bildenden Künste in Berlin und arbeitete dort als Kunstmaler, Bühnenbildner, Karikaturist und Grafiker und gestaltete Plakate und Anzeigen für Filmfirmen. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Produzenten Joe May inszenierte er 1916 – zum Militär eingezogen – für das Bild- und Film-Amt den Film „Der Feldarzt“. Neben Entwürfen für Ernst Lubitsch und Joe May machte er vor allem als Regisseur und Ausstatter eigene Filme: Das Melodram „Prima Vera“ (1917), den Abenteuerfilm „Das Rätsel von Bangalor“ (1917), den Märchenfilm „Dornröschen“ (1917), „Prinz Kuckuck“ (1919) sowie das Drama „Patience“ (1920). Es folgte eine sehr produktive Zeit in Hollywood mit einigen sowohl kommerziell als auch künstlerisch erfolgreichen Filmen wie „The Cat and the Canary“ (Spuk im Schloß, 1927) und „The Man who laughs“ (Der Mann, der lacht, 1928), die Leni zum Wegbereiter des Horrorfilms machten.

Oliver Prechtl
Oliver Prechtl sucht in seiner Arbeit die Begegnung in der Solo- und Kammermusikliteratur im Kontext sowohl der klassischen Musik wie auch der Aufführungspraxis der Neuen Musik. Dabei steht die Gleichberechtigung von klassischem und modernem Instrumentarium im Zusammenspiel mit neuen Medien im Vordergrund. Er widmet sich der überregionalen Vernetzung mit Musikern und Klangkünstlern wie auch der interdisziplinären Arbeit. Er ist Pianist bei Ensemble Percorda und arbeitete jüngst mit Matthias Schneider-Hollek, Lokale Gruppe, Torsten Papenheim, Daniel Kartmann, Chris Furby, Alexandra Mahnke und Utopienwerkstatt. Im Jahr 2015 erschien eine Kompilation mit Aufnahmen verschiedener Kollaborationen, u.a. den Gruppen Akkordsport und ZAUN auf Vinyl unter dem Titel „Ritornell“.
http://oliverprechtl.de

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